Eine Geschichte über die Akzeptanz des Andersseins
Ein kleiner Schmetterling hat sich fest vorgenommen, das Ende des Regenbogens zu erreichen. Dort vermutet er ein Geschenk, das auf ihn wartet.
Der kleine Schmetterling fliegt eine weite Strecke. Jedes Mal, wenn er müde wird, legt er eine kurze Pause ein und setzt anschließend seinen Flug fort.
Als er schließlich sein Ziel erreicht, muss er feststellen, dass das erhoffte Geschenk nur eine Illusion war.
Während er versucht, den Rückweg anzutreten, bekommt der Regenbogen Mitleid mit ihm und ruft ihn zu sich, um mit ihm zu sprechen.
Zwischen den beiden entsteht eine wunderbare, ungewöhnliche Freundschaft, wie sie nur zwischen zwei Wesen entstehen kann, die aus völlig unterschiedlichen Welten stammen.
Die Geschichte richtet sich an Kinder zwischen fünf und acht Jahren.
Autorin: Sama Shuwaikh
Illustrationen: Ali al-Zaini
Übersetzung ins Deutsche: Obeid Alyousef


Die Geschichte wurde ursprünglich auf Arabisch geschrieben und anschließend ins Deutsche übersetzt. Damit soll einerseits die Integration von Geflüchteten in die Aufnahmegesellschaft unterstützt und andererseits das Angebot arabischsprachiger Literatur in Deutschland erweitert werden.
Sama erzählt, wie sie Arabisch lesen und schreiben lernte, obwohl sie in ihrem Herkunftsland keinen Schulunterricht erhalten hatte:
„Ich habe Arabisch dank meiner Mutter und meines Vaters gelernt. Meine Mutter schreibt nicht nur Kinderbücher, sondern ist auch Arabischlehrerin.
Sie hat mich regelmäßig unterrichtet, deshalb fiel mir das Lernen nicht schwer.
Auch mein Vater hat sie dabei unterstützt. Er unterrichtet ehrenamtlich arabische Kinder im Kulturzentrum unserer Stadt.
Außerdem haben meine Eltern viele arabische Bücher für uns gekauft, damit wir sie lesen konnten.“
Über ihre ersten Erfahrungen als Geschichtenschreiberin sagt Sama:
„Ich habe mit sechs Jahren angefangen, Geschichten zu schreiben.
Meine Mutter hat mit uns Workshops zum Schreiben von Kurzgeschichten gemacht. Dabei haben wir uns eine Idee ausgedacht und sie gemeinsam weiterentwickelt.
So haben wir nach und nach Freude am Lesen und Schreiben von Geschichten gefunden.“
Das Buch wurde von Khotoat veröffentlicht und gemeinsam von Miso und der Familie der Autorin finanziert.
Es wurde in Deutschland an Kinder unterschiedlicher Nationalitäten verteilt.


